Die Provinz Mendoza gilt als das Zentrum des argentinischen Weinbaus und gehört zu den bedeutendsten Weinregionen der Welt. Am Fuß der Anden herrschen ideale Bedingungen für den Weinbau: trockene Luft, viele Sonnenstunden und große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Durch das Schmelzwasser der Anden können die Weinberge gezielt bewässert werden, was die Qualität der Trauben zusätzlich verbessert.
Besonders bekannt ist Mendoza für die Rebsorte Malbec, die dort hervorragende Bedingungen findet und heute als „Nationalwein“ Argentiniens gilt. Neben Malbec werden auch Cabernet Sauvignon, Syrah, Chardonnay und Torrontés angebaut. Die Weine aus Mendoza unterscheiden sich in ihrer Qualität von einfachen Alltagsweinen bis hin zu hochwertigen Premium- und Spitzenweinen, die international ausgezeichnet werden. Entscheidend für die Qualität sind unter anderem die Höhenlage der Weinberge, das Klima und die sorgfältige Verarbeitung der Trauben.
Die wichtigsten Produktionsregionen innerhalb Mendozas sind Luján de Cuyo, das als Heimat des hochwertigen Malbec gilt, das Uco-Tal mit seinen hochgelegenen Premium-Weingütern sowie Maipú, eine der traditionsreichsten Weinbauregionen Argentiniens. Viele Weingüter verbinden heute moderne Technik mit traditionellen Methoden und setzen zunehmend auf nachhaltigen Weinbau.
Die Geschichte des Weinbaus in Mendoza begann bereits im 16. Jahrhundert mit spanischen Siedlern und Missionaren, die die ersten Reben nach Argentinien brachten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Region durch europäische Einwanderer – besonders aus Italien und Frankreich – stark weiter. Mit dem Ausbau der Eisenbahn und moderner Bewässerungssysteme wurde Mendoza schließlich zum wichtigsten Weinzentrum Südamerikas.