Kalifornien gehört zu den bedeutendsten Weinregionen der Welt. Besonders das warme Klima, die vielen Sonnentage und die fruchtbaren Böden bieten ideale Bedingungen für den Weinbau. Rund 80 % des amerikanischen Weins stammen aus dem Bundesstaat California. Bekannte Rebsorten sind Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Merlot und Pinot Noir.
Die wichtigsten Produktionsregionen liegen vor allem im Norden Kaliforniens. Das berühmte Napa Valley ist weltweit für hochwertige Rotweine bekannt, während das Sonoma County eine große Vielfalt an Rebsorten produziert. Weitere bedeutende Gebiete sind die Central Coast, Mendocino und das Santa Barbara County. Durch die unterschiedlichen Klimazonen entstehen sehr verschiedene Weinqualitäten – von einfachen Tafelweinen bis hin zu Spitzenweinen mit internationalem Ruf.
Die Qualität der kalifornischen Weine wird oft in verschiedene Kategorien eingeteilt. Einfache Weine werden meist in großen Mengen produziert, während Premium- und Boutique-Weingüter besonderen Wert auf Handarbeit, geringe Erträge und lange Reifung legen. Viele kalifornische Spitzenweine gewinnen regelmäßig internationale Auszeichnungen und konkurrieren mit berühmten europäischen Weinen.
Die Geschichte des Weinbaus in Kalifornien begann im 18. Jahrhundert mit spanischen Missionaren, die die ersten Rebstöcke pflanzten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Weinbau durch europäische Einwanderer weiter. Trotz Rückschlägen wie der Prohibition in den USA erholte sich die Branche schnell. Einen wichtigen Wendepunkt markierte das „Judgment of Paris“ im Jahr 1976, bei dem kalifornische Weine bei einer Blindverkostung französische Spitzenweine besiegten. Seitdem gilt Kalifornien als eine der führenden Weinregionen der Welt.
