Die Traubensorte, die hinter dem berühmten Brunello steckt, ist eine besondere Spielart des Sangiovese, die lokal oft als Sangiovese Grosso oder auch Brunello bezeichnet wird. Sie wird vor allem in der Toskana rund um die Gemeinde Montalcino angebaut und gilt als eine der edelsten Varianten dieser Rebsorte.
Charakteristisch für diese Traube sind ihre dickere Schale und die eher kleinen, konzentrierten Beeren. Dadurch entstehen Weine mit viel Struktur, kräftigen Tanninen und einer ausgeprägten Aromatik. Typisch sind Noten von reifen Kirschen, Pflaumen, getrockneten Kräutern, manchmal auch Leder und Tabak, besonders wenn der Wein länger reift.
Die Rebsorte ist zudem sehr anspruchsvoll im Anbau: Sie reagiert empfindlich auf Klima und Boden, weshalb sie in Montalcino ideale Bedingungen findet. Dort sorgt das warme, aber durch Höhenlagen und Meeresbrisen ausgeglichene Klima dafür, dass die Trauben langsam und vollständig ausreifen können. Das ist entscheidend für die Tiefe und Langlebigkeit der Weine.
Brunello-Weine sind bekannt dafür, dass sie lange Lagerzeiten benötigen, bevor sie ihre volle Eleganz entfalten. Gerade diese Reifeentwicklung macht sie international so geschätzt und zu einem der bekanntesten Botschafter italienischer Weinkultur.
