Colombard ist eine weiße Rebsorte, die ursprünglich aus Frankreich stammt und dort vor allem im Südwesten angebaut wurde, insbesondere in Regionen wie der Gascogne und dem Charentais. Lange Zeit spielte sie eine eher untergeordnete Rolle im französischen Weinbau, gewann aber durch ihre hohe Säurestruktur und ihren zuverlässigen Ertrag an Bedeutung – besonders in der Produktion von Cognac- und Armagnac-Destillaten, wo sie häufig als Grundwein dient.
Typisch für Colombard ist ihr eher neutral-fruchtiges Aromaprofil, das oft an grüne Äpfel, Zitrusfrüchte und manchmal auch an exotischere Noten wie Guave oder Passionsfrucht erinnert, besonders wenn sie in wärmeren Klimazonen angebaut wird. Ihre natürliche Säure macht sie sehr frisch und lebendig im Geschmack, weshalb sie sich gut für leichte, trockene Weißweine eignet.
Außerhalb Frankreichs hat sich die Rebsorte vor allem in Kalifornien etabliert, wo sie lange Zeit sogar eine der meistangebauten weißen Sorten war. Dort wurde sie häufig für Massenweine genutzt, heute findet man jedoch auch qualitativ interessantere Interpretationen, oft als sortenreiner Wein oder in Cuvées mit anderen frischen Weißweinsorten.
Insgesamt ist Colombard eine eher unkomplizierte, aber vielseitige Rebsorte, die besonders dann glänzt, wenn Frische, Trinkfluss und eine klare Säurestruktur im Vordergrund stehen.
